Eine Weltreise bis Wiesbaden
Die besondere Geschichte von Jennifer und Alejandro aus Kolumbien

Dezember 2019

Von Kolumbien, über Australien, nach Deutschland

Rückblick in das Jahr 2017 – wir befinden uns in Lateinamerika:

Jennifer arbeitet bereits seit dreieinhalb Jahren als Operationstechnische Assistentin (OTA) in Kolumbien. Ihr Freund Alejandro ist ebenfalls ausgebildeter OTA. Er arbeitet jedoch bei einem Gesundheitsdienstleister. Jennifer ist zufrieden mit ihrer aktuellen Situation, zwar verdient sie nicht sehr viel, aber ihre Kollegen sind nett. Alejandro hingegen ist unglücklich – sein berufliches Umfeld macht ihm zu schaffen. Das Ambiente am Arbeitsplatz ist nicht gut.

Es zieht ihn ins Ausland – dort verspricht er sich mehr Wertschätzung für seine Leistung und auch mehr Gehalt für seine Freundin Jennifer. Alejandro spricht gut Englisch, Jennifer hingegen hat eine zweite Fremdsprache nie perfekt gelernt.

Beide informieren sich, denn sie sind sich einig: Ihre Situation muss sich ändern, damit beide ein glückliches Leben führen können. Sie stoßen auf Australien: Das einzige Land, in dem sie als Ausländer zu diesem Zeitpunkt die Möglichkeit haben zu arbeiten und sich gleichzeitig weiterzubilden.

Alejandro geht den Schritt zunächst allein – vier Monate verbringt er in Australien, bis Jennifer im November 2017 schließlich nachkommt. Sie verdienen ihr Geld mit Ausfahrten für einen Lieferservice und besuchen beide einen Englischkurs, abends putzen sie die Räumlichkeiten einer Universität.

Im Juni 2018 ist die erste Hürde geschafft: Sie bestehen beide ihren Englischkurs und erhalten ein Zertifikat. Bis dato wohnen sie gemeinsam in einer kleinen Wohnung und sparen, um ihr Visum in Australien zu erneuern.

Alejandro ist nun auf der Suche nach einer Stelle bei einem Gesundheitsdienstleister, Jennifer studiert währenddessen weiter – im Ausland wird ihre OTA Ausbildung nur durch ein Weiterbildungsstudium anerkannt. Die Anerkennung benötigt sie, um wieder an einer Klinik arbeiten zu dürfen.

September 2018 wird ihr Visum verlängert.

 

Februar 2019:

Jennifer ist am Ende ihrer Kräfte. Die Arbeit bis spät in die Nacht ist notwendig, um über die Runden zu kommen, aber das Studium fordert einen klaren Kopf. Sie vermisst die Arbeit als OTA im Krankenhaus – doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Neben Zweifeln und Zukunftsängsten, wächst auch das Heimweh nach Kolumbien.

Alejandro weiß, dass seine Freundin an ihre Grenzen kommt. Durch einen Zufall stößt er auf die Anzeige von Capitalent Medical. Das Karriereprogramm für OTAs weckt seine Aufmerksamkeit und er erzählt Jennifer davon.

 

Doch Jennifer ist frustriert. Sie möchte endlich ankommen, ihren Job ausüben und ein glückliches Leben führen, beruflich wie sozial.

Trotz der Skepsis seiner Freundin, schickt Alejandro die Lebensläufe an Capitalent Medical.

Ihre Profile erfüllen die Voraussetzungen. Der Englischkurs hat sich ausgezahlt.

Sie werden zum Skype-Interview eingeladen – dort erfahren sie durch Zufall, dass eine ehemalige Schulkollegin von Jennifer bereits den Weg mit Capitalent Medical gegangen ist. Jennifers Zweifel werden weniger.

 

Beide Seiten sind überzeugt. Das Problem: Die persönlichen Interviews finden in Kolumbien statt.

Alejandro und Jennifer müssen zurück in ihre Heimat, um die letzte Hürde zu nehmen.

Die beiden OTAs setzen alles auf eine Karte und brechen erneut ihre Zelte ab. Eigentlich hätte das nächste Semester für Jennifer begonnen, die Gebühren wären ein paar Tage später fällig geworden.

 

März 2019:

Jennifer und Alejandro nehmen den Flieger nach Kolumbien.

Einen Tag nach ihrer Ankunft finden die persönlichen Interviews statt.

Und tatsächlich: Capitalent Medical möchte sie als Kandidaten mit auf die Reise nach Deutschland nehmen. Die beiden können ihr Glück kaum fassen.

 

Sie beginnen ihren Deutsch-Sprachkurs in Kolumbien und heiraten drei Monate später.

Ende Juni geht es nach Deutschland. Die Projektmanager von Capitalent Medical holen sie am Flughafen ab.

 

Heute in Deutschland:

Seit ihrer Ankunft in Deutschland ist das Pärchen glücklich.

Neben ihrem B2-Deutschkurs in Frankfurt können sie endlich wieder auch am sozialen Leben teilnehmen. Weder in Kolumbien noch in Australien hatten sie die Chance neben der Arbeit auch mal durchzuatmen.

Beide OTAs haben sich schnell integriert. Alejandro spielt im SFD Schwanheim Fußball und Jennifer genießt ihren abendlichen Fitnesskurs in Niederrad. Sie teilen sich eine Wohnung mit zwei weiteren Pflegefachkräften in Frankfurt und freuen sich riesig auf ihren neuen Lebensabschnitt: Arbeiten als Operationstechnische Assistenten an einem Klinikum in Wiesbaden.