Gesucht: Rund 500.000 Vollzeitpflegekräfte

Der Themenreport „Pflege 2030“ der Bertelsmann Stiftung legt dar, dass Deutschlands Pflegebedarf in den nächsten 20 Jahren deutlich steigen wird – und mit ihm die Versorgungslücke

Mai 2015

Bis 2030 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland um circa die Hälfte erhöhen. In den einzelnen Bundesländern und Kommunen sieht die Situation dabei sehr unterschiedlich aus (Steigerungsraten von knapp 30% in Bremen bis zu mehr als 100% in München) – sie alle teilen jedoch dieselbe Frage: Wie können wir die damit verbundene Versorgungslücke in der Pflege decken? Denn während die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, sinkt der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter. Im Ergebnis werden 2030 in Deutschland bis zu 500.000 Vollzeitpflegekräfte fehlen. In drei Szenarien legt der Report eine Einschätzung dieses Ausmaßes dar. Im besten Fall ließe sich die Versorgungslücke auf rund offene 260.000 Stellen reduzieren, vorausgesetzt große Anstrengungen, insbesondere bei der Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes und bei der Stärkung der Angehörigenpflege, würden umgesetzt. Ebenso seien innovative Konzepte gefragt, um den aktuellen und künftigen Pflegenotstand zu bewältigen.

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